Morgen: Veranstaltung auf dem BUKO 31 in Dortmund

Polizeigewalt, Migrationskontrolle und Strategien der Gegenwehr
Eine der Fragen, der wir in diesem workshop nachgehen wollen, lautet, ist „Rassismus“ ein hinreichender Erklärungsansatz für polizeiliche Gewalt gegen Immigranten/Immigrantinnen sowie gegen Flüchtlinge, die in den letzten Jahren zahlreiche Todesopfer gefordert hat. Es erscheint beinahe tautologisch, wenn es zu den Vorfällen heißt, dass (einzelne) rassistische Polizisten/Polizistinnen Migranten und Migrantinnen im Polizeigewahrsam oder bei der Festnahme misshandelten, schwer verletzten oder töteten. Diese seitens der politisch und polizeilich Verantwortlichen als Einzelfälle heruntergespielten „Übergriffe“ wurzeln hingegen in einer Gesellschaftsstruktur, in der Zuwanderer gesetzlich und gesellschaftlich herabgesetzt und ausgegrenzt werden, in der es im Rahmen der Migrationskontrolle alltäglich zu legaler Gewaltanwendung gegen Migrantinnen/Migranten und deren Diskriminierung kommt. Mit Anti-Rassismustrainings in der Polizeiausbildung ist diesen Gewaltmechanismen allein nicht beizukommen.

SA – 10.05. , 12:00-13:30 | R 4.307
Dirk Vogelskamp (Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln) & Mitglieder der Gruppe BürgerInnen beobachten die Polizei (Wuppertal)

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